Eishockey Training mit dem Sling-Trainer

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Sling-Training im Eishockey

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Sling Training für Stabilität auf dem Eis.

Eishockey ist die schnellste und eine der härtesten Mannschafts-Sportarten der Welt. Grundlage für einen guten und schnellen Laufstil ist ein kräftiger Rumpf und eine starke Beinmuskulatur. Um Verletzungen vorzubeugen und die Balance auf dem Eis zu bewahren, benötigt der Eishockeyspieler eine kräftige Bauch- und Rückenmuskulatur. Sling-Training kann sinnvoll in das Off-Ice Training integriert werden, um den Körper optimal auf die Belastungen auf dem Eis vorzubereiten. Gerade in der Vorbereitung auf das DEL Winter Game 2015 sollten Eishockeyspieler vermehrt auf das Training in den Schlingen setzen.

Schlittschuhlaufen - Die Basis des Sports

Das Schlittschuhlaufen ist ohne Zweifel die Grundfertigkeit, um den Sport ausführen zu können. Dabei werden die verschiedensten Muskeln benötigt, um stabil auf dem Eis zu stehen. Hauptsächlich beansprucht werden das Gesäß, die Beininnen- und außenseite, die Beinbeuger und -strecker, sowie die Rumpfmuskulatur. Beim Laufen befindet sich der Athlet ständig in einer tiefen Position und muss die Balance halten. Im Spiel und während des Körperkontakts mit anderen Spielern wird dieser Aspekt zusätzlich erschwert. Das Gleichgewicht auch in dieser Situation zu halten, ist nur durch einen starken Rumpf möglich. Sling-Training bietet ein ähnlich instabiles Milieu, wie das Eis und kräftigt in allen Übungen die gelenksnahe und tiefe Muskulatur. Somit wird auch der Rumpf gekräftigt.

Hohe Verletzungsrate im Eishockey

Trotz eines umfassenden Körperschutzes zählt Eishockey zu den Sportarten mit der höchsten Verletzungsrate. Oftmals sind Kopf- und Nackenbereich besonders stark betroffen.
Verletzungen treten häufig auch am Kniegelenk auf. Dabei wird häufig das Kollateralband im Zweikampf oder bei Stürzen an der Bande geschädigt. Die meisten Verletzungen treten jedoch in der oberen Extremität auf. Mit 46,5% wird das Schultereckgelenk am häufigsten geschädigt. Dabei erfolgt nach z.B.  harten Checks ein Gelenkkapselabriss, das heißt die normalerweise in Kontakt stehenden Gelenkflächen verschieben sich.
Ein weiterer Bereich, der oft von Verletzungen betroffen ist, ist der Rumpf. Bauchmuskel- und Adduktoren-Zerrungen sind hier die Regel.

Ein starker Rumpf für einen starken Eishockeyspieler

Rumpfstabilisation ist im Eishockey vor allem im Sommer ein normaler Trainingsinhalt. Dabei werden sowohl statische, als auch mittlerweile dynamische Übungsformen verwendet. Denn ein stabiler Rumpf führt zu einem besseren und ökonomischeren Laufstil und hilft harten Checks standzuhalten. Das Gleichgewicht kann in allen Lagen, sei es beim Pass, Schuss, Dribbling oder nach Checks gehalten werden. Das Training der stabilisierenden Muskulatur reduziert außerdem die “Verletzungshäufigkeit der Adduktoren und Leistenstrukturen signifikant” (Weisskopf, 2010, S.54). Neben den normalen Stabis kann sinnvollerweise auch Sling-Training in das Off-Ice Programm integriert werden.

Sling-Training im Eishockey

Sling-Training ist eine dynamische Form der Rumpfstabilisierung. Im Eishockey-Training geht der Trend gerade dahin, dass man neben den altmodischen statischen auch dynamische Übungen im Off-Ice Training einsetzt. Die Schlingen schaffen ein instabiles Milieu. In dieser Hinsicht ähnelt es den Bewegungen auf dem Eis. In beiden Milieus muss der Körper ständig stabilisiert werden, um das Gleichgewicht zu halten. Die Schlingen aktivieren vor allem die tiefe und gelenksnahe Muskulatur und kräftigen Bauch und Rücken. Zusätzlich ist auch die gezielte Ansprache einzelner Muskelbereiche möglich. Nebenbei wird immer auch der Rumpf gekräftigt, da der Körper bei jeder Übung gegen das Schwingen der Schlingen im Gleichgewicht gehalten werden muss. Ein gezieltes Beintraining ist also möglich, wird aber durch den Sling-Trainer noch ökonomischer, da gleichzeitig viele verschiedene Muskeln sehr funktionell gekräftigt werden.

Der Einsatz von Sling-Fitness im Eishockey ist also durchaus sinnvoll und bietet viele Vorteile. Vereine sollten vor allem im Training von Kindern auf den Sling zurückgreifen, um der Bewegungsarmut der heutigen Jugend entgegenzuwirken und nicht einseitig und spezifisch, sondern funktionell zu trainieren.

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