Mit Suspension Training zum großen Wurf

Bewertung: 5 / 5

Stern aktivStern aktivStern aktivStern aktivStern aktiv
 

Mit Sling Training zum großen Wurf

Nach dem Weltmeisterschaftstitel 2007 im eigenen Land folgte eine Zeit der Tristesse und Erfolgslosigkeit im deutschen Handball. Den negativen Höhepunkt stellte die verpasste Olympiateilnahme der deutschen Männer- und Frauennationalmannschaft bei den Spielen in London 2012 dar. Damit eine der beliebtesten Sportarten der Deutschen in die Erfolgsspur zurück findet, empfiehlt eine Studie aus Norwegen Suspension Training, um die Wurfgeschwindigkeit bei den Handballern zu verbessern.

Im März 2011 untersuchten die norwegischen Forscher Seiler und Saeterbakken die Wirkungen des Suspension Training. Dafür untersuchten sie die maximale Wurfgeschwindigkeit von Handballspielerinnen im Alter von 16 bis 17 Jahren. Während zehn Mädchen in der Kontrollgruppe sechs Wochen lang ihr normales Handballtraining absolvierten, nahmen 14 Spielerinnen zusätzlich noch an einem Schlingentraining teil. Hierfür trafen sie sich zusätzlich zweimal in der Woche, um mit sechs Übungen am Sling Trainer an ihrer Rumpfstabilität und ihrem Wurf zu arbeiten. Die Teilnehmer des Sling Training verzeichneten eine Steigerung ihre Wurfgeschwindigkeit um satte 4,9 %.

Mit 18,8 m/s zum Torerfolg

Ein guter Torwart weiß sich im Handballsport groß zu machen, sodass das Tor verschwindend klein erscheint. Somit ist ein schneller Wurf eine wichtige Waffe, um zum Torerfolg zu kommen.

Die Spielerinnen, die mit dem Sling Trainer ihren Wurf verbesserten, konnten den Ball nach dem sechswöchigen Extratraining im Schnitt bereits mit 18,8 m/s auf das Tor befördern. Umgerechnet entspricht das einer Wurfgeschwindigkeit von 68 km/h. Ein Tempo, bei dem ein guter Torwart bereits seine Mühe hat, das Gegentor zu verhindern . Die Handballerinnen ohne Sling Training konnten den Ball nach Ablauf der Studie nur auf durchschnittlich 16,9 m/s beschleunigen.

Der Wurf beginnt im Rumpf

Das Forscherteam um Seiler und Saeterbakken begründet diese Verbesserung mit einem kräftigeren und stabileren Rumpf. „Das regelmäßige Sling Training als Core Training stärkt und stabilisiert den Becken-Hüfte Komplex und führt zu einer höheren Rotationsgeschwindigkeit bei den Teilbewegungen des Wurfs“, resümieren die Norweger in ihrem Beitrag im Journal of Strength and Conditioning Research. Die am Wurf beteiligten Muskelketten können mit dem Sling Trainer optimal trainiert werden, sodass auch die kleinen beteiligten Muskeln angesprochen werden. Ein Trainingserfolg, der sich für die deutschen Handballer beim nächsten Torwurf auszahlen kann, wenn es wieder um Weltmeistertitel und Goldmedaillen geht. Mehr Informationen zum Suspension Training.

DruckenE-Mail

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok Ablehnen